Warum mache ich das hier?
- kontakt0704
- vor 1 Tag
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Im März 2023 saß ich bei einem Meditations-Retreat ziemlich gegen Ende des Retreats in einer Stille Meditation, als ich mir sehr bewusst wurde über die Vergänglichkeit - es war ein tiefer Einsichtsmoment. Vielleicht kennst du solche Momente, in denen einem wie ein Licht ausgeht oder man plötzlich etwas wirklich durchdringt und versteht.
Mir wurde klar, dass dieses Retreat, sowie alles andere im Leben vergänglich ist. Zum damaligen Zeitpunkt war ich noch Polizeibeamtin, krankgeschrieben mit einem Burn-Out - einer Erschöpfungs-Depression.
Ich hatte mit Beginn meiner Krankschreibung angefangen, auf Stille-Retreats zu gehen und bin mir selbst sehr intensiv begegnet. Eines dieser Retreats war für mich der Wendepunkt, um aus diesem dunklen schwarzen Loch wieder herauszukommen. Ich hatte bis dato schon viel erfahren über die Buddhistische Lehre und war bereits seit ein paar Jahren in einer Meditationsgruppe.
Ich habe gespürt, dass es noch mehr gibt als die Polizei, dass ich gerne all meine Erfahrung, die ich bisher gesammelt habe (der Weg in den Burnout, der Weg heraus, das Bewusstsein über meine Hochsensitivität und den Umgang damit etc.) an andere Menschen weitergeben möchte, andere unterstützen möchte auf ihrem Weg zu mehr Freude, Leichtigkeit und Verbundenheit und vor allem all das weitergeben, damit andere Menschen nicht auch da landen, wo ich mal war.
Ich hatte das Gefühl, dass all die Fähigkeiten, die in mir stecken bei der Polizei verpuffen. Ich spürte einfach es gibt noch mehr und ich kann noch mehr in die Welt bringen als bisher und vor allem in einem gesünderen Rahmen für mich.
Letztendlich kam am 15. Juni 2024 mit dem Bewusstsein über meine Hochsensitivität auch das Vertrauen in mich und das Leben zurück. Endlich habe ich verstanden, warum ich so bin, wie ich bin, warum ich anders bin, oft anders oder intensiver fühle, oft das Gefühl habe, zu viel zu sein, anders denke und anders handle.
Genau 10 Tage nach dieser wichtigen Erkenntnis meditierte ich morgens – und aus der Stille kam in mir der Satz „und jetzt ist der Moment für die große Veränderung“ – Ich heulte wie ein Schloßhund vor Freude und Erleichterung und es war dieses absolute innere Wissen, dass jetzt der Moment gekommen ist, die Polizei zu verlassen und einen neuen Weg zu gehen - ohne zu wissen was kommt und womit ich zukünftig meinen Lebensunterhalt verdienen werde.
Einen Woche später hab ich meine Entlassung zum 31.12.2024 beantragt und habs durchgezogen – voller Vertrauen und Zuversicht.
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